Kartei
Gesammeltes zum Thema: my poetry
Gesammeltes zum Thema: my poetry
9. November 2011 um 21:51 ∞ Permalink
Finsternis
(2011)
Finsternis.
Fliehe die Realität
und hülle mich in Träume
von einer besseren Welt.
Nachtnebelschwere Gebilde
einsamkeitstrunkener Phantasie.
Verzerrtes Abbild
einer Melange aus Wunsch und Wahn.
Irrlichtergleich
eine Illusion von Hoffnung.
Blassgraues Scheinen
eines einsamen Wunschs.
18. Oktober 2011 um 1:02 ∞ Permalink
Fahler Sichelmond
Verbrauchtes Licht, schattenblass
Verlorene Zeit
7. Oktober 2011 um 0:22 ∞ Permalink
Trennt uns auch große
Entfernung, sehen wir doch
die gleichen Sterne.
2. September 2011 um 17:26 ∞ Permalink
(2011)
Lange Schatten ungezählter Beine
flimmern über die Restwärme
des Pflasters vielbegangener Plätze.
Zu viele,
als dass der laue Wind
deutliche Fetzen eines Gesprächs
herantragen könnte.
Die Eigenheiten jener Tausend,
ihre Geschichten und Leben,
verlieren sich im Brausen der Stadt.
Eine alte Erinnerung erscheint.
Sepiafarben, Konturen verblichen.
Mit dem Klang einer einst vertrauten Stimme.
Sie wird leichter,
schickt sich an,
den Abendhimmel zu steigen
verblassend, verweht.
28. Juni 2011 um 17:00 ∞ Permalink
(2011)
Die Liste der Dinge,
die mich täglich daran erinnern,
was für ein gigantischer Idiot ich doch bin,
jemanden wie dich so leichtfertig aufzugeben,
wächst mit jeder vertropften Stunde.
Loriot am Morgen,
Lachen ohne Sorgen,
Teilchen und Kuchen,
ein Handy suchen,
Gedichte schreiben,
noch etwas länger bleiben,
Reiten und Pferde,
das Glück dieser Erde,
das nur im Wir besteht
und für ein Ich allein verweht.
Durch Schneenächte wandern,
grüne Augen bewundern,
selbstgekochtes Essen,
die Zeit vergessen,
Filme und Wein.
Schlicht: Bei dir zu sein.
Mit jedem Atemzug wird es mehr,
was mich daran erinnert, was ich hätte tun sollen
und doch nicht getan habe.
Und nun, da alles verloren, türmen sich die Erinnerungen
zum babylonischen Mahnmal
meines Versagens.
27. Juni 2011 um 18:03 ∞ Permalink
(2011)
Es heißt, die Hoffnung sterbe stets zuletzt.
Doch was nützt verzweifeltes Hoffen
gegen die brutale Endgültigkeit
einmal getroffener Entscheidungen?
Sie, die Hoffnung, zerschellt daran wie filigranes Porzellan.
Wird zertreten von der Unmöglichkeit
und durchnässt von schwarzen Tränen des Leids.
Was bleibt, ist der klebrige Dunst der Hoffnungslosigkeit.
Auflösen kann ihn nur eine Nachricht,
deren Inhalt im Paradoxon nur seine Entstehung fördert:
Die haltlose Illusion eines verzweifelten Ichs.
28. Februar 2011 um 19:17 ∞ Permalink
(2011)
Hierzulande
ist man doch im Grunde
entweder ein speichelleckender Streber
oder wartet auf den
Sechser im Lotto
(letzteres nicht
nur daher Illusion, weil man
eigentlich sieben braucht)
Mit schönen Worten
wurde man hier
noch nie besonders
reich