Kartei

Gesammeltes zum Thema: schwalbe


7. Mai 2010 um 13:41

Schwalbe entschuldigt sich offiziell →

Wie in meinem gestrigen Beitrag besprochen, greift der Abmahnwahn immer weiter um sich. Der Reifenhändler “Schwalbe” hatte es zuletzt versucht und damit eine gewaltige Welle der Empörung hervorgerufen. Jetzt liegt, nach einigen Entschuldigungsmails an einzelne Händler, eine offizielle Entschuldigung auf der firmeneigenen Website vor. Allerdings mit fadem Beigeschmack.

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Neues vom Abmahnwahn. Heute: Schwalbe


6. Mai 2010 um 19:58

Es ist ein wunderschöner Tag, die Sonne steht hoch am Himmel und die Uhren schlagen dreizehn. Nachdem zuletzt eine (mal wieder) recht hirnfreie Aktion des Springer Verlags für Aufsehen sorgte, hat sich jetzt die Ralf Bohle GmbH, besser bekannt unter dem Markennamen “Schwalbe” dazu entschlossen, es auch mal zu probieren, jemanden abzumahnen. Da ließe sich doch sicherlich der eine oder andere Heller verdienen.

Fehlt nur noch ein fadenscheiniger Grund, der sich auch prompt gefunden hat: Urheberrecht. Bei Fahrradreifen? Nicht direkt, sondern bei Bildern von Fahrradreifen. Doch vorsicht, jetzt wird es richtig schitzophren: Die Ralf Bohle GmbH nutzt auf ihrer Website Bilder ihrer Produkte, um diese vorzustellen und zu bewerben. Eben jene sicherlich professionell fotografierten und auf effektives Marketing zugeschnittenen Bilder, wurden von einzelnen Fahrradläden auf deren Websites genutzt, um die Originalprodukte von Schwalbe zu verkaufen. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Schwalbe mahnt nun ab, weil jene Bilder auf den Händlerseiten ohne Erlaubnis verwendet wurden.

Rein rechtlich völlig gesetzeskonform. Rein menschlich völlig unverständlich. Rein marketingtechnisch völliger Selbstmord.

Was soll das? Warum stört es Schwalbe, wenn bei den Händlern die professionellen Bilder verwendet werden, damit sich die eigenen Produkte besser verkaufen? Will man aus dem Reifengeschäft aussteigen und dabei noch etwas über die Abmahnungen verdienen? Denn einen positiven Effekt auf die Verkaufszahlen hat die Vorgehensweise mit Sicherheit nicht. Das zeigen schon die entsetzten Reaktionen von Kunden und Radsportbegeisterten im Netz. Und die Liste wird immer länger.

Angesichts dieser mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbaren Vorgehensweise und der Tatsache, dass auch die Qualität der Produkte bei Schwalbe stark nachgelassen hat, steht für mich als Radfahrer jetzt mit Sicherheit fest, dass meine nächsten Reifen von der Konkurrenz sein werden. Bei allem Respekt meine Damen und Herren bei Schwalbe, aber das war ein Eigentor elefantösen Ausmaßes.

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