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Gesammeltes zum Thema: urheberrecht

Bilder und ihre Urheber


15. März 2014 um 13:30

Mein Problem mit Tumblr: Auf meinem Dashboard flattern jeden Tag so viele schöne Bilder vorbei, die ich natürlich auch gerne teilen würde, aber: fast nirgendwo wird eine Quelle angegeben, fast nirgendwo lässt sich der Urheber bestimmen.

Leute: Irgendjemand hat sich die Mühe gemacht, ein solches Bild zu zeichnen, entwerfen, fotografieren oder was immer. Zeigt dafür doch zumindest so viel Anerkennung, dass ihr ihn als Urheber nennt. Dekoriert nicht einfach eure Blogs mit fremder Menschen Arbeit, als sei es eure eigene.

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7. April 2012 um 12:14

Das Handelsblatt schwurbelt durch die unreale Welt | IndiskretionEhrensache.de →

“Die Internetgemeinde hat nie viel Wert auf Respekt vor den Ideen anderer gelegt.”

Mal abgesehen vom schwachsinnigen Begriff “Internetgemeinde” darf man da doch mal Beispiele erwarten. Tatsächlich ist doch eher das Gegenteil der Fall: Künstler haben heute ohne Fans im digitalen Raum ein Problem. Hier entstehen die neuen Helden oder werden alte Helden wieder groß. Hier wird auch die einfachste Form des Respekts gepflegt: der Link. Eine Tugend, die bei Medienhäusern auch 2012 die Ausnahme ist. Mehr noch: Das “Handelsblatt” erweist weder Sven Regener den Respekt, seine Band Element of Crime zu erwähnen, noch die Firma von Knut Hechtfischer zu nennen. In der Online-Version gibt es keinen einzigen Link nach außen.

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1. Dezember 2010 um 16:47

Urheberrecht: Professor droht Student mit Klage - netzpolitik.org →

Für eine Klausur erlaubt der Journalistikprofessor Marcel Marchill die Verwendung seines Buchs „Medienfreiheit nach der Wende“. Dieses war nach einigen Wochen jedoch vergriffen, die 20 Exemplare der Unibibliothek sind längst ausgeliehen. […] Roger Vogel scannte dieses und ein weiteres Buch ein und stellte diese seinen Kommilitonen im Internet zur Verfügung. Professor Machill ließ das angeblich nicht auf sich sitzen und teilte die Urheberrechtsverletzung dem Verlag mit. Nun soll Roger Vogel 1.000 Euro Anwaltskosten zahlen. Warum der Professor den Studenten nicht kontaktierte, um das Problem aus der Welt zu schaffen, ist nicht bekannt.

Urheberrecht hin oder her, es sollte an der Universität möglich sein, an Fachliteratur heranzukommen, ohne gleich immer alles kaufen zu müssen. Vor allem angesichts der oftmals horrenden Preise wissenschaftlicher Publikationen. Wenn dann eine Prüfung noch auf einem Buch aufbaut, das der Professor selbst geschrieben hat, rieche ich hier niedere Bereicherungstriebe.

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Dumbest editor ever.


4. November 2010 um 18:02

Nachdem ich ja letztlich schon einmal über die Dumm-Dreistigkeit einiger Kiddies hier auf Tumblr berichtet habe, nun eine Geschichte größeren Ausmaßes.

Monica Gaudio hat bereits vor einigen Jahren eine hübsche kleine Abhandlung über den amerikanischen Apfelkuchen geschrieben. Unter Beibehaltung aller Rechte und recht eindeutiger Kennzeichnung des Urheberrechts.

Jetzt allerdings hat ein kleines Heftchen in den USA ihren Text aufgeschnappt und veröffentlicht. Zwar immerhin unter ihrem Namen, aber ohne jegliches Einverständnis oder gar einer vorherigen Kontaktaufnahme. (Von einem Honorar ganz zu schweigen.) Frau Gaudio, verständlicherweise erzürnt, frug nach den Beweggründen und erhielt zur Antwort lediglich, dass sie froh sein solle, immerhin erwähnt worden zu sein. Im Grunde könnte sie dem Heft für das geleistete Lektorat noch eine Entlohnung zahlen.

Wie kackdreist ist das denn? Nicht nur, dass auch der Herausgeber dem irrigen Glauben aufsitzt, das Internet sei generell “Public Domain”, er besitzt auch noch die Frechheit, ihr zu vermitteln, sie solle doch dankbar sein, dass überhaupt jemand ihren Text drucke. Ja brennt der denn?

Die Reaktionen der Internetgemeinde sind entsprechend. Um einen Eindruck zu bekommen, werfe man einen Blick auf die Facebook-Seite des Käseblättchens oder in die zahlreichen Kommentare auf Monicas Blog. Oder hier. Oder hier. Oder auf Twitter.

Ich empfehle einen Anwalt einzuschalten, sollte – vor allem nach der Korrespondenz – ein Durchmarsch werden. Ansonsten kann ich auch der Idee, den Anzeigenkunden des Magazins mal einen Brief zu schreiben, etwas abgewinnen.

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22. Juni 2010 um 18:10

Der rechtsfreie Oberstufenraum « BILDblog →

Zuerst einmal: Nein, mir geht es nicht um Lena Meyer-Wieauchimmer. Und auch nicht um Stefan Raab, den Eurovision Jaulcontest oder sonstige Boulevard-Geschichten. Man möge mir auch kein Interesse an Lenaklein in kurzen Hosen unterstellen.

Interessant ist, dass die Vier-Buchstaben-Presse mal wieder einen Schnitzer begangen hat, der mich Lachen macht. Man erinnere sich nur an jene verganene Geschichte, in welcher der Springer-Konzern versuchte, Bildblog.de abzumahnen. Klares Pochen auf irgendwelche Rechte, so abstrakt die Klage auch sein mag.

Jetzt wiederum liegt es an BILD und Co., sich doch einmal auf Urheberrecht und ähnliches zu besinnen. Hat man doch die diversen Fotos von Lenchens Abifeier dummdreist einfach von der Schulhomepage gemopst und ins Netz gestellt. Natürlich ohne Nachfrage, die hätte Leni ja abgelehnt, immerhin will sie mit Springer und der Luxenbourgschen Radiotelevisionsanstalt nichts zu tun haben.

Meine Meinung: Bitte rechtliche Schritte nicht nur in Erwägung ziehen, sondern durchziehen und den ganzen Regenbogenabschaum verklagen, wie sie es auch so gerne praktizieren. Immer drauf.

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